NRW: Türkisch-Lehrer werden vom Land ausgebildet – Podcast des Länderreports – Deutschlandradio Kultur

NRW: Türkisch-Lehrer werden vom Land ausgebildet – Podcast des Länderreports – Deutschlandradio Kultur

NRW geht einen anderen Weg als Berlin und verzichtet nahezu auf türkische Konsulatslehrer*innen. Laut dem Schulministerium NRW wurde 2015/16 an mehr als 700 Schulen von 260 Lehrer*innen Türkisch angeboten, die im Landesdienst sind. NRW ist es ein Anliegen seine Türkischlehrer*innen selbst auszubilden und sieht sie als einen wichtigen Pfeiler für gelungene Integration.

Unser Netzwerkmitglied, Ayse Celik-Ünverdi, die Lehrerin in Essen-Katernberg an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule ist, hat dem Länderreport – Deutschlandradio Kultur dazu ein Interview gegeben.

In NRW lernen mehr als 40.000 Schüler*innen Türkisch im herkunftssprachlichen Unterricht, an fast 800 Schulen.

Dass viele Lehrer*innen auch aus NRW kommen, ist für Ayse Celik-Ünverdi  ein großer Vorteil, wie sie sagt: „Ich weiß ganz genau, wie die Kinder ticken. Ich weiß, was die denken. Ich kann z.B. wenn die irgendein grammatisches Phänomen nicht verstehen, dann kann ich switchen oder man kann deren Probleme, die sich z.B. aus deren Lebenswirklichkeit einfach so ergibt, bestimmte Dinge kann man besser verstehen, weil man das ja auch durchlebt hat.“

Das Land NRW will einerseits Mehrsprachigkeit weiterfördern. Andererseits gibt es in NRW noch Verbesserungsbedarf. Ayse  hat vor allem einen Wunsch: „Wir haben Türkischbücher, da ist es halt so, dass sie so veraltet sind, inhaltlich. Da sind dann z.B. Texte aus den 80ern und diese Kinder sind ja 12, 13. Also das ist absolut nicht deren Lebenswirklichkeit.“

Die Sendung ist eine Audio-Datei aus der Serie des Podcasts Länderreport – Deutschlandradio Kultur, die hier gedownloadet und online bis zum 28.07.2017 angehört werden kann.

2017-02-06T21:04:58+00:00