Qualifizierungsmassnahme Logo

Die wachsende sozio-kulturelle Vielfalt prägt seit Jahren unsere Schulen. Lerngruppen setzen sich zusammen aus Schüler*innen unterschiedlicher Herkunft, Einstellungen, Werte, Mentalitäten und Bedürfnisse. Der sensible und wertschätzende Umgang mit dieser Diversität ist die Basis zur Herstellung von Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit. Der Erlass „Vielfalt gestalten – Teilhabe und Integration durch Bildung” ermöglicht Schulen in NRW „Integrationsstellen” zu schaffen. Ziel der Verwendung von Integrationsstellen ist die interkulturelle Öffnung von Schulen.Die Idee der Qualifizierungsmaßnahme „Koordination der interkulturellen Schulentwicklung“ ist aus der Fortbildung „Interkulturelle Moderation“ entstanden. Im Juli, Oktober und November 2013 wurde die Fortbildung mit dem DGB Bildungswerk NRW e.V. und der GEW NRW in drei Blöcken durchgeführt. Die Fortbildungsreihe hat die Teilnehmer*innen in den Themenbereichen „Kommunikation“, „Moderationstechniken“ und „Interkulturelle Didaktik“ geschult und sie als Multiplikatoren*innen professionalisiert.

Die ca. 25 Teilnehmer*innen waren ausgehend von ihren Vorerfahrungen am Ende der dreigliedrigen Fortbildungsreihe in der Lage, ein eigenes interkulturelles Trainingsmodul zu konzipieren und nach Bedarf mit spezifischen Zielgruppen durchzuführen. Im Rahmen dieser Fortbildungsreihe wurde in einer ganzheitlichen Betrachtungsweise deutlich, dass an Schulen einzelne interkulturelle Projekte vorhanden sind und engagierte Lehrer*innen sich um die interkulturelle Öffnung ihrer Schule bemühen. Innerhalb des Systems Schule bedarf es jedoch einer nachhaltigen und systematischen Ausbildung und Qualifizierung von Lehrkräften, die die Kompetenzen für die Implementierung eines interkulturellen Gesamtkonzepts mitbringen.

Ziel dieser Qualifizierungsmaßnahme ist daher zum einen interkulturelle Koordinator*innen zu qualifizieren, die die Schulentwicklungsprozesse ihrer Schule mit interkulturellem Wissen unterstützen. Dazu lernen sie im Rahmen des Qualifizierungsseminars grundlegende Handlungsfelder interkultureller Schulentwicklung  kennen. Zum anderen sollen die Teilnehmer*innen ein für die jeweilige Schule passendes Integrationskonzept erarbeiten, um mit ­Hilfe des sich angeeigneten Fachwissens die interkulturelle Öffnung der eigenen Schule anzustoßen. Die Qualifizierungsmaßnahme richtet sich an interessierte Lehrkräfte aus NRW, möglichst mit praktischer interkultureller Erfahrung, die gerne in dem Themenfeld „Interkulturelle Öffnung” an ihrer Schule tätig ­werden wollen.

Die­ Kooperationspartner

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist eine politische Stiftung, die bundesweit in 18 Bildungsforen und Regionalbüros aktiv ist. Unsere Auslandsbüros betreuen weltweit mehr als 200 Projekte in über 120 Ländern. National und international setzen wir uns durch politische Bildung für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit ein. Die Festigung der Demokratie, die Förderung der europäischen Einigung, die Intensivierung der transatlantischen Beziehungen und die entwicklungspolitische Zusammenarbeit sind unsere besonderen Anliegen.


Im NRWL haben sich die drei weiterhin eigen-ständigen Organisationen Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen (PhV NW), Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen in NRW (vLw NRW) und Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Berufskollegs in NRW (vlbs) zusammengeschlossen. Er setzt sich für attraktive Rahmen- und Arbeitsbedingungen und gemeinsame berufspolitische Ziele ein, um eine qualitativ hochwertige Bildung und Erziehung mit konkreten Berufs- und Studienperspektiven für junge Menschen zu ermöglichen.

Die Maßnahme wurde unter der inhaltlichen Federführung des Netzwerks Lehrer mit Zuwanderungsgeschichte des Landes NRW erstellt und sukzessive weiterentwickelt. Unterstützt und begleitet wird die Maßnahme – von Beginn an – vom Philologen-Verband NW und von der Konrad Adenauer Stiftung. Der erste Durchgang der Qualifizierungsmaßnahme fand im November 2013 (im Schuljahr 2013/2014) mit 20 Teilnehmer*innen statt. Im Sinne des dritten Handlungsfeldes widmet sie sich an Lehrer*innen, die bereits im Schuldienst tätig sind und stellt eine Weiterbildungsmöglichkeit dar. In fünf zweitägigen Modulen flossen sowohl schulpraktische Erfahrungen von Lehrkräften im Bereich der interkulturellen Schulentwicklung, als auch methodisches Wissen im Bereich Projektmanagement ein.

Die Erarbeitung eines Integrationskonzeptes stellt eine Grundbedingung zum Erwerb des Qualifizierungsnachweises dar, die die Absolvent*innen mit der Implementierung an der eigenen Schule dazu befähigt, Funktionsstellen im Bereich der interkulturellen Öffnung von Schule zu übernehmen. Die Vernetzung der Absolvent*innen kann mit ihrer Funktion als interkulturelle Koordinatoren nachhaltig und systematisch die interkulturelle Schulentwicklung anstoßen und unterstützen.

Derzeit gibt es in NRW insgesamt nach sechs Durchgängen ca. 120 Absolvent*innen.
Damit diese Lehrer*innen sich einfacher vernetzten können, wird an der Erstellung einer digitalen Landkarte auf der LmZ-Homepage gearbeitet. In einem Password-geschützten Bereich sollen den Absolventen*innen alle Integrationskonzepte zur Verfügung gestellt werden.

Abzeichen Qualifizierungsmaßnahme

Mitglieder des Netwerks, die die Qualifizierungsmaßnahme erfolgreich abgeschloßen haben, erhalten dieses Abzeichen. Er wird in dem Profil angezeigt.

Timeline der Qualifizierungsmaßnahme

Quali

2019

Zertifikatsübergabe
Durchgang 2018-2019

  • 28.09.2019
  • Veranstaltungsort: Staatskanzlei des Landes NRW
  • Zertifikate übergibt Staatssekretär Mathias Richter
  • 20 Absolvent*innen
2018-2019

Sechster Durchgang

  • der Qualifizierungsmaßnahme
  • 20 Teilnehmer*innen
  • Zwei zweitägige Module
  • Ein dreitägiges Modul
  • Veranstaltungsorte: Dortmund, Meschede, Düsseldorf
2018

Zertifikatsübergabe
Durchgang 2017-2018

  • am 23. November 2018
  • Veranstaltungsort: MKFFI NRW, Düsseldorf
  • Zertifikate übergibt Staatssekretärin Serap Güler
  • 22 Absolvent*innen
2017-2018

Fünfter Durchgang

  • der Qualifizierungsmaßnahme
  • 22 Teilnehmer*innen
  • 4 zweitägige Module
  • Veranstaltungsort: Steigenberger Hotel in Dortmund
2017

Zertifikatsübergabe
Durchgang 2016-2017

  • Am 10. Oktober 2017
  • Veranstaltungsort: Wirtschaftsclub, Düsseldorf
  • Zertifikate übergibt Herr Wehrhöfer (Abteilungsleiter im MSB NRW)
  • 20 Absolvent*innen
2017

Zusatzmodul 2017

  • Am 07. Juli 2017
  • Für die ersten drei Durchgänge
  • Weiterentwicklung des Integrationskonzeptes
  • Veranstaltungsort: Welcome Hotel, Meschede
  • 12 Teilnehmer*innen
2016-2017

Vierter Durchgang

  • der Qualifizierungsmaßnahme
  • 20 Teilnehmer*innen
  • 5 zweitägige Module
  • Veranstaltungsort: Steigenberger Hotel in Dortmund
2016

Zertifikatsübergabe
Durchgang 2015-2016

  • am 28.10. und am 29.10.2016
  • Veranstaltungsort: Park Inn Hotel, Düsseldorf
  • Zertifikate übergibt Sylvia Löhrmann (Ministern im MSB NRW)
  • 20 Absolvent*innen
2015-2016

Dritter Durchgang

  • der Qualifizierungsmaßnahme
  • 20 Teilnehmer*innen
  • 5 zweitägige Module
  • Veranstaltungsort: Steigenberger Hotel in Dortmund
2015

Zertifikatsübergabe
Durchgang 2013-2014 & 2014-2015

  • Veranstaltungsort: Villa Horion, Düsseldorf
  • Zertifikate übergibt Herr Wehrhöfer (Abteilungsleiter im MSB NRW)
  • 40 Absolvent*innen
2014-2015

Zweiter Durchgang

  • der Qualifizierungsmaßnahme
  • 20 Teilnehmer*innen
  • 5 zweitägige Module
  • Veranstaltungsort: Inter City Hotel Essen
2013-2014

Start und erster Durchgang

  • der Qualifizierungsmaßnahme
  • 20 Teilnehmer*innen
  • 5 zweitägige Module
  • Veranstaltungsort: Bildungszentrum der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. in Wesseling
Atika Mueller Erogul
Atika Müller-Eroğul

Studienrätin am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium in Duisburg und seit 2016 Mitglied in der Landeskoordination.  Frau Müller-Eroğul ist zuständig für das Projekt "Qualifizierungsmaßnahme zur Koordination der interkulturellen Schulentwicklung". Für Projekt relevante Fragen und Anmerkungen per Email an:
mueller-erogul@lmz-nrw.de